Hygiene im OP

Das A und O: Hygiene im OP

Ziel aller Hygienemaßnahmen bei operativen Eingriffen ist gleichermaßen der Schutz des betroffenen Patienten und anderer Patienten sowie der Schutz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Infektionen. Zu einem ausreichenden Infektionsschutz tragen betrieblich-organisatorische, funktionell-bauliche und apparativ-technische Präventionsmaßnahmen bei. Die Operationsabteilung ist gegenüber den übrigen Klinikbereichen abgetrennt.

Der Zugang erfolgt für das Personal über Personalumkleideräume. In diesen wird die private Kleidung gegen OP- Bereichskleidung (Hemd, Hose, Kittel, Schuhe, Socken, Haarschutz) getauscht. Vor Betreten des Operationsraumes muss von jedem Mitarbeiter im OP ein Mund-/Nasenschutz angelegt werden. Dieser muss sämtliche Bart- und Kopfhaare sowie Mund und Nase vollständig bedecken. Das Operationsteam führt vor jedem Eingriff eine chirurgische Händedesinfektion durch. Nach der chirurgischen Händedesinfektion legt das Operationsteam im OP-Raum einen sterilen flüssigkeitsundurchlässigen Operationskittel und anschließend sterile Handschuhe an.

Für Patienten erfolgt der Zugang zum Operationsbereich durch die Patientenschleuse. Dies setzt voraus, dass sich der Patient vollständig entkleidet und für den Operationsbereich entsprechende Kleidung trägt. Wenn eine Entfernung der Haare notwendig ist, erfolgt dies unmittelbar vor dem operativen Eingriff. Die benötigten sterilen Instrumente und Materialien werden im Operationssaal von einer steril bekleideten Pflegekraft auf sterilen Tischen hergerichtet. Im Operationsraum erfolgt eine gründliche Desinfektion der Haut des Operationsgebietes. Nach erfolgter Hautdesinfektion wird die Umgebung des Operationsgebietes mit sterilen flüssigkeitsundurchlässigen Tüchern abgedeckt.

Während der Operation wird die Anzahl der im Operationsraum Anwesenden, deren Fluktuation und deren Sprechen auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Türen des Operationsraumes bleiben soweit möglich geschlossen.

Nach Ende der Operation werden Instrumente und andere wiederzuverwendende Materialien zur Aufbereitung in die zentrale Sterilgutversorgung gebracht und dort versorgt. Nach jeder Operation werden die patientennahen Flächen, alle sichtbar kontaminierten Flächen sowie der gesamte begangene Fußboden des Operationsraumes mit einem wirksamen Präparat desinfizierend gereinigt.

Bettina Wende, OP-Leitung