Tipps: Hygiene am Krankenbett

Was Angehörige tun können

Sie können etwas dafür tun, dass Ihre Lieben schnell wieder
gesund sind! Denn als Angehörige haben Sie viele Möglichkeiten,
wie Sie Patienten vor Keimen schützen können:

1. Händedesinfektion ist das A und O. Überall auf unseren Stationen
finden Sie Spender mit Händedesinfektionsmittel. Desinfizieren
Sie sich die Hände vor und nach dem Besuch im Krankenzimmer,
wie es auf der Rückseite dieser Broschüre beschrieben ist.

2. Finger weg von Verband, Drainage oder Infusionsflaschen!
Lassen Sie diese Dinge das medizinische Fachpersonal durchführen,
denn diese wissen, was sie hierbei beachten müssen.

3. Abstand zu Patienten halten. Fragen Sie das Pflegepersonal,
welcher Kontakt unbedenklich ist, und welche Berührung aus
Gründen des Infektionsschutzes eine vorherige oder nachträgliche
Desinfektion der Hände erforderlich macht. Auch das gewohnheitsmäßige
Händeschütteln zur Begrüßung spielt ohne Desinfektion
resistenten Erregern in die Hand. Ein Lächeln und warme Worte
spenden ebenfalls Trost, transportieren aber Keime nicht weiter.

4. Geschenke mitbringen – aus hygienischer Perspektive. Wenn
Sie Ihre Lieben mit Blumen erfreuen möchten, bringen Sie bitte
einen kleinen Strauß mit und verzichten auf Topfpflanzen, da
deren Erde Keime enthalten kann. Falls Sie Lebensmittel mitbringen,
achten Sie bitte darauf, dass die Kühlkette eingehalten wird.

Was Patienten tun können

Es ist Ihre Gesundheit! Achten Sie als Patient deshalb darauf,
dass nichts in die Nähe Ihrer Wunden kommt, was mit Keimen
infiziert sein könnte. Unsere Tipps:

1. Händedesinfektion. Auch für Patienten gilt – Händedesinfektion
ist die Grundlage um zu vermeiden, dass Keime in Ihre Wunde
kommen. Das gilt, wenn Sie Berührung mit anderen Menschen
hatten, vor allem aber nach dem Toilettengang. Am Ende dieser
Broschüre erklären wir, auf welche Weise Sie sich die Hände
sicher desinfizieren können.

2. Was auf dem Fußboden lag, ist tabu. Sie laufen zuhause gerne
barfuß? Oder Sie nehmen es nicht immer so genau mit Schuhen
auf dem Bett? Das ist völlig in Ordnung. Im Krankenhaus sollten
Sie von solchen Gewohnheiten allerdings zu Ihrem eigenen Schutz
besser Abstand nehmen. Denn im Krankenhaus gilt: Wo eine
Wunde ist, müssen Keime ferngehalten werden. Und die tummeln
sich nun einmal besonders gern auf dem Fußboden. Alles, was auf
dem Boden lag, hat nichts im Bett zu suchen! Kein Kissen, kein
Laptop, kein Buch. Unsere Schwestern helfen Ihnen gern, mehr
Ablageplatz zu schaffen oder wenn Sie ein neues Kissen benötigen.

3. Hinweise beachten. Ihr Arzt rät Ihnen bei der Entlassung, auf
Sauna-Gänge zu verzichten oder die Sonne zu meiden? Dann
nehmen Sie das ernst! Wenn Ihre Wunde noch zu frisch ist, ist sie
empfindlich auf Reize, die wir normalerweise gut tolerieren können.